
Im Druckbereich hängt das Überleben der Drucker von zwei Parametern ab: der Betriebszeit sowie dem Ertrag pro Kilowattstunde. Wir konstruieren unsere UV-Lampen entsprechend der spektralen Kurve – und nicht aufgrund von Marketingaspekten. So kann man eine Leistung auf OEM-Niveau zu Großhandelspreisen erzielen. Die Wahl zwischen Quecksilberdampflampen und Metallhalidlampen ist keine Frage des Geschmacks – es geht um Physik: um die Absorption durch Photoinitiatoren sowie um die thermischen Bedingungen des Substrats.
Was technisch wichtig ist: Quecksilberdampflampen strahlen bei 365 nm stark ab, außerdem gibt es eine starke Strahlungsintensität bei 254 nm und 313 nm. Dieses Spektrum ermöglicht eine tiefe Vernetzung von Epoxid-Acrylaten und führt zur Entstehung dickflüssiger, undurchsichtiger weißer Schichten. Dadurch wird eine hohe Strahlungsintensität erreicht, was eine schnelle Aushärtung auf Metall, Glas und hartem Kunststoff ermöglicht. Metallhalidlampen verschieben die Energieemission auf 385–405 nm – dadurch entsteht ein breiterer, flacherer Aushärtebereich. Das verringert die Hemmung durch Sauerstoff an der Oberfläche und verbessert die Aushärtung bei pigmentierten Flexodruck- und Siebdrucktinten.
Beides sollte mit einem spektralen Radiometer gemessen werden. Ziel ist eine Strahlungsintensität von 800–1.200 mW/cm². Die Dosisstabilität sollte innerhalb von ±3% bleiben. Zudem müssen die dichroitischen Beschichtungen des Reflektors überprüft werden – damit wird eine Minimierung des Infrarotaustritts sowie eine konstante spektrale Verteilung gewährleistet.
Warum das in der Auftragsfertigung funktioniert: Man arbeitet in Schichten von 8–20 Stunden an verschiedenen Substraten – Fehler sind daher nicht tolerierbar. Unsere Lampen liefern über Tausende von Stunden hinweg eine stabile spektrale Leistung. Dadurch bleibt die Aushärtungsleistung von Job zu Job konstant. Es entstehen kürzere Bearbeitungszeiten, weniger Energieverbrauch pro Durchlauf – und weniger Lampenwechsel. Das bedeutet wiederum weniger Produktionsstopps.
So können wir weltweit für Integratoren eine Qualität auf OEM-Niveau zu Großhandelspreisen liefern: konstante Aushärtungsenergie, vorhersagbare Lebensdauer der Lampen sowie Kompatibilität mit den Plattformen von Heidelberg, KBA, Mitsubishi, Gallus und M&R.
Hier sind die wichtigen Details: Die Lampe muss zum Photoinitiator sowie zum Substrat passen. Quecksilberdampflampen eignen sich besonders für Systeme, die 365 nm absorbieren. Metallhalidlampen sind besser geeignet für Photoinitiatoren mit Wellenlängen von 385–405 nm – insbesondere bei dicken Pigmentenschichten.
Bei Metallhalidlampen ist mit einer höheren thermischen Belastung der Elektroden zu rechnen. Die Anzündspannung sowie der Ballast müssen innerhalb der Spezifikationen liegen – sonst verkürzt sich die Lebensdauer der Lampe. Verwenden Sie ozongefreies Quarzglas mit geeigneten Endreflektoren. Prüfen Sie außerdem die Ausrichtung der Anschlüsse, die Länge des Lichtbogens sowie die Kühlung.
Überprüfen Sie die Aushärtungsdosis mit einem Radiometer – nicht mit einem Panel-Meter. Der Unterschied zeigt sich in der Effizienz – nicht nur in Worten.